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Erektionsstörungen bei sehr jungen Patienten
(Impotenz)

Es ist völlig normal, dass der Penis bei Beginn des sexuellen Erlebens nicht immer "stocksteif" werden muss!

Zur Begründung muss man aber mehr über die erektile Funktion des Mannes ausholen: Die Erektion des Penis wird im Gehirn ausgelöst. Äußere (Gesichts-, Tast- und Geruchssinn) und innere (Fantasie) Einflüsse wirken auf das Erektionszentrum im Gehirn des Mannes ein. Mittels spezieller Botenstoffe und elektrischer Impulse wird der Reiz bis zum Penis übertragen und löst dort über einen erhöhten Bluteinstrom eine Erektion aus. Im Gehirn wirken aber nicht nur erektionsfördernd, sondern auch erektionshemmende Botenstoffe. Jede Art von Aufregung und Angst (Sympatikotonus) beeinflusst die Erektion negativ. Man kann fast sagen "Stress" ist der beste Erektions-Verhinderer. Bei jedem Mann ist jedoch die Reaktion auf "Stress" unterschiedlich ausgeprägt. Wenn nun Probleme bei den ersten "Zusammenkünften" auftauchen, so können, je nach Gemütsverfassung des Mannes, leichte bis mittelschwere Störungen bei der Erektion entstehen. Schon das erschwerte Eindringen in die Partnerin, welches nicht sofort "klappt" wird zum Stressfaktor! Riskant wird dies aber erst durch die psychische Umsetzung der Situation. Während die meisten Männer diese Anfangsschwierigkeiten ohne weiterbestehende Probleme "wegstecken" neigen andere zu einer Verfestigung der Problematik: Geht man beim nächsten Treffen schon aufgeregt und mit der Angst zu Versagen an die Sache heran, so ist das Problem schon vorprogrammiert.

Dieser Teufelskreis kann sich verselbstständigen und weiter verschlimmern. Manche Patienten kommen erst mit professioneller Hilfe wieder aus diesem Kreis heraus. Diese Hilfe kommt z.B. von Psychologen oder Ärzten die sich auf Psycho¬therapie von Sexualstörungen spezialisiert haben.

Manchmal kann aber auch ein störungsfreier und gemütlicher Abend bei Kerzenschein und ein Glas Wein oder Sekt wahre Wunder bewirken. Die Betonung liegt hierbei aber auf einem Glas Alkohol, da hier ein Zuviel genau das Gegenteil des Erwünschten bewirkt!

Anmerkung: Das Menschen mit Alkoholproblemen keinerlei Alkohol zu sich nehmen sollten versteht sich hierbei hoffentlich von selbst.

Dr. H. Schorn (c)

(c) Dr. H. Schorn

zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16.Mai 2012 (15:20 Uhr)

Alle Informationstexte sind, wenn nicht anders gekennzeichnet,
von Dr. H. Schorn redaktionell erstellt worden.

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